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Radballer vom TSV Barrien
Nienaber: "Dinge wie Fußball sind leichter"
28.03.2012 0 Kommentare
Es ist inzwischen rund 45 Jahre her, dass Manfred Nienaber eine Sportart entdeckte, die sein Leben verändern sollte: Radball. Als er seinerzeit in die Halle stapfte und die Sportler an den Pedalen und ihre technischen Fähigkeiten sah, war es um ihn geschehen. Die Liebe zum Zweirad ist auch heute noch allgegenwärtig, beim TSV Barrien gehört Nienaber gemeinsam mit seinem Bruder Klaus zu den Urgesteinen der Radsportabteilung und setzt alles daran, die Sparte auf sichere Beine zu stellen. Mit Malte Bürger sprach Manfred Nienaber über den Reiz einer exotischen Sportart, die Hoffnungen auf einen Aufstieg und Wünsche für die Zukunft.
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Manfred Nienaber steigt mittlerweile nicht mehr ganz so häufig in den Sattel, doch auch hinter den Kulissen hat der Barr (Tammo Ernst)
Deutschland gilt als absolute Radsportnation, und nicht nur auf Leistungsebene kurven überall Menschen Pedale tretend durch die Straßen. Und doch fehlt es einer Sportart wie Radball an Nachwuchs. Muss man unbedingt aus Fahrrad-Städten wie Münster oder Oldenburg kommen, um dieser Tatsache entgegenzuwirken?
Manfred Nienaber:
Keineswegs. Es spielen aber mehrere Faktoren eine Rolle, reines Fahrradfahren genügt nicht. Und genau das schreckt viele Interessierte ab. Man muss sehr, sehr viel üben, um eine Sportart wie Radball zu beherrschen.
Nehmen wir an, ich käme als klassischer Otto-Normal-Radler in die Halle in Barrien, um es auszuprobieren. Wie lange würde es dauern, bis ich das erste Tor erzielt habe.
Das mit dem Tor würden wir schon schnell hinbekommen (lacht). Aber die technischen Voraussetzungen, die Fahrradbeherrschung - das dauert alles eine Weile. Man will schließlich nicht andauernd vom Rad fallen oder später nicht immer wieder den Boden mit dem Fuß berühren. Also vier Monate würden wir sicherlich brauchen.
Das klingt in der Tat zeitaufwendig. Zeit, die gerade viele Erwachsene heutzutage nicht mehr aufbringen wollen?
Richtig. Es ist aber ohnehin von Vorteil, wenn man in jungen Jahren anfängt. Mein Sohn Kris Ole hat beispielsweise mit fünf Jahren angefangen, und heute spielt er mit 17 Jahren richtig stark. Aus diesem Grund wollen wir schauen, dass wir künftig eventuell eine Schul-AG anbieten können, um Nachwuchssportler zu gewinnen.
Mit anderen Worten: Die Talentförderung kocht sonst auf Sparflamme?
Wir haben sicherlich Nachholbedarf, was unseren Bekanntheitsgrad angeht. Es läuft viel über Mundpropaganda. In vielen Fällen spielen enge Freunde oder Familienmitglieder der älteren Kräfte bei uns. Es stehen zwar immer wieder Leute bei uns in der Halle, die toll finden, was wir machen. Aber ihnen fehlt dann das Durchhaltevermögen. Andere Dinge wie Fußball gehen dann vielleicht doch leichter.
Sind Sie mit der aktuellen Größe der Sparte denn zufrieden?
Bin ich. In der gesamten Radsportabteilung haben wir rund 30 Mitglieder, in Spitzenzeiten kommen 13 Spieler zum Radballtraining - und dann ist die Halle gut ausgelastet. Da kann ich dann auch gut mal aussetzen, obwohl ich immer noch gern spiele. Und manchmal mach auch ich in meinem Alter den Jüngeren noch was vor (lacht).
Momentan mischen zwei Barrier Paarungen in der Landesliga Nord mit, es gibt drei Aufstiegsränge für die Verbandsliga. Ist das ein realistisches Ziel für den TSV?
Beide Mannschaften haben das Potenzial, wenn auch vielleicht erst in der nächsten Saison. Aber irgendwann muss es noch einmal eine Klasse höher gehen. Die ältere Paarung um Stefan Wieczorek und Sven Lackmann hofft als Vierter sogar noch, dass sie es diese Saison schafft, es wird aber schwierig. Christopher Löhmann und Kris Ole Nienaber können es bald schaffen, sie müssen nur noch mehr trainieren.
# timer # Copyright © Gerhard Mey #

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