Beregnungsanlage auf dem Sportplatz

13.12.2020 • 20:38

Erste Kontakte und Gespräche für den Bau einer Beregnungsanlage für die beiden Sportplätze begannen bereits im August 2017. Hintergrund: Es sollte der Platzwart von der anstrengenden Arbeit der Bewässerung mit den herkömmlichen schweren Gerätschaften wie Rasensprenger, das Versetzen und das Verlegen der Schläuche befreit werden. Die Häufigkeit war immer von der Witterung abhängig, mal mehr – mal weniger.

Lösung: Eine moderne, computergesteuerte Beregnungsanlage sollte installiert werden.

Mitte März 2020 wurde das ausgewählte Unternehmen mit der Durchführung beauftragt. Ein weiterer potentieller Auftragnehmer zeigte kein Interesse an dem Projekt.

Es folgte vorerst die Antragserstellung beim Landkreis Diepholz wegen der Wasserentnahme und daraus wieder musste ein „Hydrologisches Fachgutachten zur Erlaubnis der Wasserentnahme von Grundwasser“ von einem zertifizierten Gutachter erstellt werden.

Im Juli wurde versucht, den bestehenden, seit ca. 50 Jahre betriebenen Brunnen weiter zu verwenden. Die bisherige Pumpe mit unbekannten Leistungsdaten wurde ausgebaut, die neue Pumpe eingebaut. Ein Pumpversuch mit der neuen Pumpe (Förderleistung 14 m³/h bei 5 bar Druck) verlief negativ. Der Brunnen gab die erforderliche Wassermenge nicht her. Gleichzeitig wurde festgestellt das die vorhandene Elektrik nicht ausreichte, es musste eine komplett neue Absicherung und Verkabelung (5-adrig) vom Heizraum Altbau bis zur Schaltzentrale im Container Platzwart und zurück zur Pumpe erstellt werden.

Im September wurde dann ein neuer Brunnen von einem Subunternehmer erstellt. Große Maschinen mussten auf dem Gelände aufgestellt werden, aber an einem Tag war es geschafft.

Zwischenzeitlich war die Installation der Rohr- und Computer-Steuerleitungen für beide Plätze herge-stellt worden. Von dem Brunnen wurden Leitungen (50-70 mm Durchmesser) in ca. 40 cm Tiefe zu den Längsseiten beider Sportplätze verlegt. Die Querung der Aschenbahn wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt Syke im Kurvenbereich vorgenommen, Die gerade Laufstrecke sollte für sportliche Veranstaltungen (Schulsport, Bundesjugendspiele etc.) nicht beschädigt werden. In den Längsleitungen wurden je fünf Ventilschächte, mit elektrisch betriebenen Magnetventilen installiert. Jedes Ventil kann einzeln angesteuert werden. Von dort zweigen je fünf Querleitungen über die Sportplatzflächen ab. An diesen sind wiederum je vier durch Wasserdruck herausfahrende und wieder eintauchende Regner angeschlossen, insgesamt also 40 Stück.

Die Rohre und Steuerleitungen wurden sehr schnell, maschinell mit einem Raupenfahrzeug eingebracht. Hierbei wurde das Erdreich aufgespalten und gleich wieder geschlossen, sodass danach nichts mehr zu erkennen war.

Bei der Prüfung der Anlage stellte sich ein Schaden in dem neu erstellten Brunnen heraus, es wurde feinkörniger Sand in das System gepumpt.1 Dadurch schlossen die Magnetventile nicht richtig und die Funktion der hintereinander folgenden Ansteuerung der einzelnen Stränge war somit nicht sichergestellt.

Abhilfe: Es musste ein weiterer, neuer Brunnen erstellt werden.

Der zweite neue Brunnen wurde dann Mitte November von dem gleichen Subunternehmer auf Garantie neu erstellt. Auch hierfür wurde wieder mit entsprechenden Geräten ein ganzer Tag benötigt. Die Spültiefe betrug 30 Meter.

Am 1. Dezember folgte dann der Umbau der Pumpe von dem defekten ersten in den neuen zweiten Brunnen. Hierzu mussten die Rohr- und Elektroanschlüsse neu verlegt werden. Die Prüfung begann mit dem Spülen der Rohrleitungen da sich darin noch Sandreste vom ersten Versuch befanden. Danach zeigte sich klares Wasser und die einzelnen Ventile funktionierten ordnungsgemäß. Nach kleineren Einstell- und Justierungsarbeiten war die Anlage dann insgesamt in Ordnung. Im Computer wurde die Beregnung von 22.00 Uhr bis 03:00 Uhr eingestellt. Fünf Stunden sind jeweils vier Regner dreißig Minuten in Betrieb.

Das Übergabe-Protokoll wurde unterzeichnet. Der TSV hat einen Wartungsvertrag mit dem Hersteller abgeschlossen. Die Anlage wurde für den Winter frostsicher gemacht. Mittels Druckluft wurde das Wasser aus den Rohren geblasen. Im Frühjahr 2021 wird sie wieder in Betrieb genommen.


  1. Bericht der Kreiszeitung am 6. Dezember 2020 ↩︎

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